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Portfolio für 2019

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit, über saal-Digital einen Gutschein für ein Fotobuch zu erhalten und so mein aktuelles Portfolio in einer ansprechenden Form zu gestalten. Ein Portfolio enthält nur die besten Bilder, und so entschied ich mich bewusst, nur wenige Bilder auszusuchen, die es dann tatsächlich in das Buch schaffen sollten. Unter diesem Setting wählte ich z.B. auch den Ledereinband und eine Größe, die in etwa DIN A4 im Querformat entspricht.

 

Software

Für das Erstellen des Fotobuch stellt saal-Digital zwei Möglichkeiten zur Verfügung: als Benutzer von Photoshop oder InDesign kann man das entsprechende Plugin herunterladen und so einfach in seiner Lieblingssoftware das entsprechende Produkt gestalten. Oder man lädt die auf Adobe-Air basierende Software herunter. Ich entschied mich zunächst für das Plugin für Photoshop. Die Installation verlief erst alles andere als einfach: zuerst musste ein Paket-Manager heruntergeladen werden, über den dann das eigentliche Plugin installiert werden konnte. Hier muss Adobe deutlich nachbessern (aber die lesen das hier vermutlich eh nicht ;))! Über das Plugin können die einzelnen Seiten im richtigen Format angelegt und einfach gestaltet werden. Die Dateien müssen dann anschließend über die Website hochgeladen werden. Hier ist aber unklar, welche Dateien in welchem Format erwartet werden. Soll ich jpg, png oder pdf hochladen? Auch der Upload-Dialog enthält keine weiteren Informationen über die Dateiendung. So entschied ich mich letzten Endes doch, die saal-Digital-Software zu verwenden.

Die Auswahl des richtigen Produkts ist hier schnell erledigt, sodass man die Zeit in das Gestalten stecken kann. Mir sind hierbei ein paar Dinge aufgefallen, die man besser machen kann:

Ich bin selbst Softwareentwickler, daher fallen mir hier vielleicht die meisten Verbesserungsvorschläge ein. Vielleicht schafft es ja der ein oder andere in die Software :)

Bestellung & Lieferung

Die Bestellung und Bezahlung kann direkt in der saal-Digital-Software abgeschlossen werden. Leider schlug die Weiterleitung an PayPal fehl, sodass ich anders bezahlen musste. Der Versand des Fotobuchs wurde innerhalb weniger Arbeitstage bestätigt und erfolgte problemlos. Mir viel dabei der Schutz des Buches, vorallem der Ecken, die leicht abgestoßen werden können, positiv auf. Das Buch kam also unbeschädigt und schnell bei mir an.

 

Eindruck zum finalen Produkt

Durch den Einband fühlt sich das Buch sofort sehr hochwertig an. Die einzelnen Seiten knicken durch die Stärke des gewählten Fotopapiers beim blättern nicht um. Die besondere Bindung sorgt dafür, dass Panoramas, die zwei A4-Seiten ausfüllen, flach liegen und der Falz keine Motive verschluckt. Mein Portfolio besteht sowohl aus Bildern mit kräftigen Farben, als auch aus Schwarz-Weiß-Bildern mit feinen Kontrasten, oder auch mit starken Kontrasten. Meine Forderung an ein Fotobuch sind also farbtreue für Herbstbilder und Sonnenuntergänge, und Detailtreue und Schärfe, wenn es um Tiefen und Kontraste geht. Hier bin ich mit dem Fotobuch nahezu rundum zufrieden. Mir fiel lediglich bei einem Bild eine starke Unschärfe auf. Als ich diese Bild in der Software nachträglich nochmals validierte, wurde mir klar, woher diese Unschärfe kommt: Ich verwendete hier ein zu niedrig aufgelöstes Bild, das eigentlich für diese Website gedacht war. Die Auflösung war hier an der kurzen Kante lediglich 500px. In der Software wurde die Qualität noch als "gut" (nicht mehr als "sehr gut") angezeigt. Für mich ist die resultierende Unschärfe aber lange nicht mehr gut. Ich erwarte hier eigentlich eine höhere Warnung, die mir signalisiert, das ich in dem entsprechenden Druck deutliche Qualitätseinbusen hinnehmen muss. Bis auf dieses eine Bild binn ich aber überaus zufrieden mit dem Fotobuch.

Fazit

Bei der Software fehlen Kleinigkeiten zu einem wirklich guten Produkt. So muss man vieles per Augenmaß abmessen und sich manche Werte merken oder selber ausrechnen. Auch die Warnungsstufen für die Bildqualität würde ich etwas anpassen. Mit dem Fotobuch selber bin ich - mit einer kleinen Einschränkung - echt zufrieden. Noch ein Tipp an Fotografen: verwendet kalibrierte Monitore! Ich hab auch Jahre lange Kalender gestaltet, die farblich im druck komplett daneben lagen. Erst durch die Kalibrierung der Monitore kann ich mich jetzt wirklich darauf verlassen, das die Bilder so rauskommen, wie ich das will.